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Koordination für 800 Jahre


REES. Es ist ein Ereignis, das seine Schatten voraus wirft. Im Jahr 2028 wird Rees seine 800-jährige Stadtgeschichte feiern – als älteste Stadt am Unteren Niederrhein. Denn genau am 14. Juli 1228 sprach der Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark vor Ort die Stadtrechte aus. Knapp acht Hektoden später wird Michael Scholten dieses besondere Ereignis aufgreifen und das Festjahr als Projektkoordinator planen und begleiten.

Der Reeser kennt nicht nur als aktives RESSA-Mitglied die Geschichte der Stadt ganz genau, er ist hier aufgewachsen und hat auch selbst schon Jubiläen miterlebt. „Ich kann mich noch sehr genau an die 750-Jahr-Feier erinnern. Da war ich gerade sechs Jahre alt“, so Scholten. Auftritte von Wim Thoelke und Bill Ramsey prägten ihn damals.

Die befristete Projektstelle bei der Stadt Rees ist für ihn aber mehr als eine Aufgabe: „Jede Straße, jedes historische Bauwerk atmet Geschichte. Die Lage am Rhein, die Vielfalt der Ortsteile, Unternehmer, Geschäfte und Vereine bieten eine ganz besondere Lebensqualität. Dieses Projekt erfüllt mich mit Stolz aber auch mit Vorfreude.“

Diese kommunale Gemeinschaft soll auch im Fokus seiner Arbeit stehen. Vereine, Institutionen, Kindergärten, Schulen, Kirchen, Einzelhändler, Einzelpersonen und die Ortsteile sollen ihren Anteil an diesem besonderen Ereignis haben.

Das wird sich nicht auf den Stichtag der Stadterhebung beschränken. „Es wird natürlich ein Festwochenende im Juli geben“, erklärt Scholten. „Aber das ganze Jahr über soll das Jubiläum präsent sein. Es ist ein einmaliges Ereignis. Da werden wir viel zu feiern haben.“

Deswegen haben die Planungen auch jetzt schon begonnen. Ein Projektteam aus der Stadtverwaltung unterstützt Michael Scholten bei seiner Arbeit.

Auch Bürgermeister Sebastian Hense blickt mit großer Vorfreude auf das Jubiläum. „Dieses Jahrhundertereignis ist einmalig für uns. Ich bin froh, dass ich das begleiten kann, und wir mit Michael Scholten einen Reeser Profi an unserer Seite haben“, so Hense, der selbst zufällig am Jubiläums-Stichtag (14. Juli 2028) 50 Jahre alt wird.

Dabei kann der in Rees aufgewachsene Michael Scholten einiges an Lebenserfahrung und Kontakten auch international einfließen lassen. Nach dem Abitur am Gymnasium Aspel und Zivildienst im Altenheim St. Marien in Haldern studierte er Englische Philologie, Publizistik und Sprachwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster mit einem Auslandsstudium in Los Angeles. Er berichtete als Journalist über Dreharbeiten und Preisverleihungen in der ganzen Welt, war Autor bei „Wetten dass…“ und interviewte Schauspieler, Moderatoren sowie Regisseure. Über 125 Länder bereiste er nach eigenen Angaben und trotzdem zog es ihn im Jahr 2014, nach einem mehrjährigen beruflichen Aufenthalt in Kambodscha, wieder nach Rees. „Das besagt doch eigentlich alles, oder?“, scherzt er.

Michael Scholten ist in Bezug auf das Jubiläum aber eine Sache wichtig: „Unser Ansatz ist nicht, teure Stars einzukaufen oder über eine hippe Großstadtagentur ein seelenloses Event-Paket zu buchen. Das Reeser Stadtjubiläum lebt von der Liebe, den Ideen und der Sorgfalt aller.“

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